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Warum Diäten alleine nicht reichen

In der Natur gibt es keine übergewichtigen Tiere. Zu viele Gramms oder Kilos auf den Rippen oder an den Flügeln wären insbesondere für Fluchttiere von großem Nachteil und könnten zu einer Todesgefahr für das Tier werden, da es sich langsamer bewegen und damit viel leichter zur Beute werden kann.

 

Für Fressfeinde wäre Übergewicht natürlich von Nachteil bei der Jagd. Biologisch betrachtet gibt es also – was das Überleben betrifft – bei Tieren keinen Sinn für zu viel Gewicht. Im Gegenteil: Übergewicht würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, selbst zu sterben.

 

Bei uns Menschen hingegen ist dieses leidvolle Thema mittlerweile ja leider sehr weit verbreitet.

Zum einen spielt selbstverständlich die moderne Ernährungsweise mit all dem Fast- und Junk-Food und mangelnde Bewegung eine große Rolle.

 

Doch warum scheitern viele Menschen langfristig trotz Ernährungsumstellung und warum sind Diäten meist nur von sehr kurzfristigem Erfolg? Gibt es vielleicht daneben auch andere, unbewusste Ursachen? Aus der Sichtweise des Biologischen Dekodierens kann meine Antwort nur lauten: Ja, es gibt andere Ursachen! Auch Gewichtsproblemen liegt ein unbewusster Stress zugrunde.

Viele Menschen mit Gewichtsproblemen berichten von regelmäßigen „Fressattacken“, von denen sie heimgesucht werden. Solche Fressattacken füllen zunächst oft eine Leere im Leben, ein Bedürfnis, das gestillt werden will. Meistens geht es um Gefühle wie Trauer, Einsamkeit und Wut, die mit Essen betäubt werden.

 

Die Lösung ist hierbei dann, mit Hilfe der Emotionalen Umkehr diese eingeschlossenen Emotionen aufzulösen.

sich mutterseelenallein und oft verletzt fühlen

 

Lebten wir noch in Höhlen und würden beispielsweise von einem Tiger angefallen werden, so kann ein Fettpolster durchaus ein Stück weit verhindern, dass lebenswichtige Organe direkt verletzt werden. Das Übergewicht hätte hier also die Funktion des Schutzes und das ist auch genau eines der Hauptthemen im übertragenen Sinn, über das es bei meinen Klienten sehr oft geht:

 

 

Sie fühlen sich oft mutterseelenallein, von der Welt im Stich gelassen und wurden oft verletzt - emotional oder physisch. Damit verbunden entsteht oft auch die oben genannte Leere im Leben, das unerfüllte Bedürfnis, sich geliebt zu fühlen.

Dann gilt es, mit Hilfe des Biologischen Dekodierens die prägende Situation aus der Kindheit zu finden und emotional aufzulösen – das Programm (= Code) zu finden und zu de-codieren.

Fallbeispiel: Sabrina, Mitte 20, im Sommer 2016 wegen ihrem leichten Übergewicht zu mir. Sie ist die jüngere von zwei Schwestern und die ältere Schwester forderte als Kind sehr, sehr viel Aufmerksamkeit der Eltern ein. In einer der folgenden Sitzungen, in der wir mit einer Meditation gearbeitet haben (Heilung inneres Kind), traf sie die fünfjährige Sabrina. 

 

Die kleine Sabrina spielte mit sich alleine. Bei solchen Mediationen ist es möglich, vor dem inneren Auge mit sich selbst als kleinem Kind zu kommunizieren, Dinge aufzulösen und zu heilen.

 

Und so fragte die erwachsene Sabrina das kleine Kind, warum sie denn alleine spiele, wo denn die anderen seien. Die kleine Sabrina antwortete: „Ich bin es gewohnt, alleine zu spielen. Die anderen haben doch sowieso keine Zeit für mich.... Immer geht es um meine Schwester. Niemand interessiert sich für mich...“

 

Zeitgleich flossen ihr viele Tränen über die Wange und sie spürte den großen Schmerz noch einmal, den sie als Fünfjährige gefühlt, aber längst vergessen hatte. Das kleine Mädchen fühlte sich vollkommen auf sich allein gestellt, im Stich gelassen und ganz besonders von der Mutter.

Die Mutter wiederrum hat ihre Tochter nicht bewusst im Stich gelassen, sondern aufgrund der sehr viel Raum einfordernden Schwester waren beide Eltern sehr oft gestresst und überfordert. Auch das haben wir im weiteren Verlauf erarbeitet und aufgelöst und die Klientin konnte auch die Hilflosigkeit und Überforderung ihrer Mutter spüren. Ihr Gefühl, alleine und von allen im Stich gelassen zu werden, zog sich durch ihr Leben wie ein roter Faden. Ihr Unbewusstsein kompensierte ihr Gefühl, nicht geliebt zu werden, mit Reserven und einem vermeintlichen Polster, das vor Verletzungen schützen soll.

Auf einer meiner Veranstaltungen im Frühjahr 2017 traf ich sie wieder. Sie sah total verändert aus: Ihre Augen glänzten, sie hatte deutlich mehr Farbe im Gesicht und wirkte sehr lebendig (im Vergleich zum Sommer 2016).

Sie flüsterte mir strahlend zu, sie habe seit unseren Gesprächen 8 Kilo abgenommen – ohne Diät, Ernährungsumstellung, mehr Sport oder dergleichen.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie das Biologische Dekodieren funktionieren kann!

© Foto Leopard: Joachim Herder

© Foto "traurige Frau": privat