Gewichtsprobleme / Übergewicht

Warum Diäten alleine nicht reichen.


In der freien Natur gibt es keine übergewichtigen Tiere. Zu viele Gramms oder Kilos auf den Rippen oder an den Flügeln wären insbesondere für Fluchttiere von großem Nachteil und könnten zu einer Todesgefahr für das Tier werden, da es sich langsamer bewegen und damit viel leichter zur Beute werden kann.

 

Für Fressfeinde wäre Übergewicht von Nachteil bei der Jagd. Biologisch betrachtet gibt es also – was das Überleben angeht – in der Natur keinen Sinn für zu viel Gewicht.

 

Im Gegenteil: Übergewicht würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zu sterben.

 Bei uns Menschen hingegen ist dieses leidvolle Thema mittlerweile ja leider sehr weit verbreitet.

Zum einen spielt natürlich die moderne Ernährungsweise mit all dem Fast- und Junk-Food und mangelnde Bewegung eine große Rolle.

 

Doch warum scheitern viele Menschen langfristig trotz Ernährungsumstellung und warum sind Diäten meist nur von sehr kurzfristigem Erfolg? Gibt es vielleicht daneben auch andere, unbewusste Ursachen? Aus der Sichtweise des Biologischen Dekodierens kann meine Antwort nur lauten: Ja, es gibt andere Ursachen! Auch Gewichtsproblemen liegt unterbewusster Stress zugrunde.

 

Inbesondere dieses Thema ist aus meiner Erfahrung äußerst komplex und es kommen gleich mehrere verschiedene unterbewusste Prägungen in Frage. Dieser Blog stellt einen kleinen Ausschnitt dar und soll Betroffenen erste Ideen mit an die Hand geben.

 

Allen bisherigen Klienten, die wegen Gewichtsproblemen zu mir kamen und kommen, verbindet ein Grundthema:

Es geht im weitesten Sinne um das Thema Schutz“: Sie fühlen sich insgesamt im Leben mutterseelenallein, von niemandem wirklich verstanden, von der Welt im Stich gelassen und schutzlos/hilflos.

Dann geht es mit Hilfe des Biologischen Dekodierens darum, die prägende Situation aus der Kindheit zu finden und emotional aufzulösen – das Programm (= Code) zu finden und zu dekodieren.

 

 

Fallbeispiel:

Eine Klientin, Mitte 20, kam im Sommer 2016 wegen ihrem leichten Übergewicht zu mir. Sie ist die jüngere von zwei Schwestern und die ältere Schwester forderte als Kind sehr, sehr viel Aufmerksamkeit der Eltern ein. In einer der folgenden Sitzungen, in der wir mit einer Meditation gearbeitet haben, sah sie sich selbst als ca. Fünfjährige.

 

 

Sie spielte mit sich alleine. Und so fragte die große Klientin das kleine Kind, warum sie denn alleine spielt, wo denn die anderen seien. Das kleine Kind antwortete:

„Ich bin es gewohnt, alleine zu spielen. Die anderen haben doch sowieso keine Zeit für mich.... Immer geht es um meine Schwester. Niemand interessiert sich für mich...“

Zeitgleich flossen ihr Tränen über die Wange und sie spürte den großen Schmerz noch einmal, den sie als Fünfjährige gefühlt, aber längst vergessen hatte. Das kleine Mädchen fühlte sich vollkommen auf sich allein gestellt, im Stich gelassen; ganz besonders von der Mutter.

 

Mit Hilfe der Meditation gelang es der Klientin, den damaligen Schmerz emotional aufzulösen.

Die Mutter wiederrum hat ihre Tochter nicht bewusst im Stich gelassen, sondern aufgrund der sehr viel Raum einfordernden Schwester waren beide Eltern sehr oft gestresst und überfordert. Auch das haben wir im weiteren Verlauf erarbeitet und aufgelöst und die Klientin konnte auch die Hilflosigkeit und Überforderung ihrer Mutter spüren. Ihr Gefühl, alleine und von allen im Stich gelassen zu werden, zog sich durch ihr Leben wie ein roter Faden. Ihr Unbewusstsein kompensierte ihr Gefühl, nicht geliebt zu werden, mit Reserven und einem vermeintlichen Polster, das vor Verletzungen schützen soll.

Auf einer meiner Veranstaltungen im Frühjahr 2017 traf ich sie wieder. Sie sah total verändert aus: Ihre Augen glänzten, sie hatte deutlich mehr Farbe im Gesicht und wirkte sehr lebendig (im Vergleich zum Sommer 2016).

 

 

 

Sie saß ganz vorne und flüsterte mir strahlend zu, sie habe seit unseren Gesprächen 8 Kilo abgenommen – ohne Diät, Ernährungsumstellung, mehr Sport oder dergleichen.

 

 

Neben der möglichen frühkindlichen Prägung, sich schutzlos, alleine, von der Mutter im Stich gelassen zu fühlen, kann eine weitere Facette sein, dass die Person in irgendeiner Form die unbewusste (Zell-) Information gespeichert hat, dass es besser für ihr Überleben ist, Reserven anzulegen.

Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn jemand der Vorfahren verhungert oder verdurstet oder fast verhungert oder verdurstet ist, zum Beispiel in Kriegsgefangenschaft.

 

 

Diese Prägung muss allerdings nicht immer nur bei den Ahnen vor über 70 Jahren zu finden sein.

Es kam eine junge Frau unter anderem wegen ihrem Übergewicht zu mir. Sie hat vier Geschwister.

 

Bei der Ursachenforschung nach erlebten Stressiutationen rund um das Thema Übergewicht erzählte sie, dass sie und ihre Geschwister als Kinder nie essen und trinken durften, wann sie es wollten, sondern ausschließlich, wenn die Eltern, hier besonders die Mutter, es erlaubten. Eines Tages stand eine Kiste mit Limo in der Küche. Als die Mutter nach Hause kam, fehlte ein Schluck aus einer Flasche. Die Mutter fragte daraufhin, wer das gewesen sei. Aus Angst vor den Konsequenzen antwortete keines der Kinder. Daraufhin zerrte die Mutter die drei Schwestern aus dem Haus in den Hühnerstall, wo die Kinder im Winter bei Eiseskälte mehrere Stunden ausharren mussten. Irgendwann sei die Mutter wieder in den Hühnerstall gekommen und habe noch mal gefragt, wer den Schluck Limo aus der Flasche getrunken habe. Die Klientin wollte die Situation auflösen und fragte ihre Mutter, was denn mit derjenigen passieren würde. Ohne ein Wort zu antworten, packte die Mutter die Klientin am Arm, zerrte sie wieder ins Haus, wo die Klientin als Strafe geschlagen wurde.

 

Ähnliche Vorfälle gab es zuhauf; meist im Zusammenhang mit Essen und Trinken. Die Kinder mussten oft Hunger und Durst aushalten; Essen und Trinken wurde streng rationiert und Verstöße wurden hart bestraft.

Also ist es aus der Sichtweise des Biologischen Dekodierens durchaus möglich, dass sie die unterbewusste Prägung bekommen hat, besser Wasser- und Fettreserven anzulegen, damit sie nicht noch mal in solch einen furchtbaren Stress kommt, Hunger oder Durst erleiden zu müssen. Für den Notfall legt ihr Körper entsprechende Reserven an.

Zu Hause hortete sie stets große Lebensmittelvorräte. Sie erzählte von regelrechten Hamsterkäufen und dass sie einen Großteil der Lebensmittel irgendwann weg wirft, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum schon lange überschritten ist. 

Auch dies kann eine unbewusste Reaktion auf die damals, in ihrer frühen Kindheit erlebten „Hungersnöte“ sein.