· 

In 3 Schritten zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit

Ob du dich gut fühlst oder schlecht: der Arbeitsaufwand ist der gleiche.

Viele Menschen, mit denen ich arbeite, glauben zu Beginn, negative Gefühle wie zum Beispiel Wut, Schuld oder Scham kämen von außen; einfach so, quasi überfallartig.

 

Sie fühlen sich als Opfer ihrer eigenen Gefühle, gegen die sich nichts unternehmen können (passiv).

 

Das ist ein großer Irrtum! Ob du dich gut fühlst oder schlecht: Der Arbeitsaufwand ist der gleiche! Wir TUN immer etwas, um Gefühle zu erzeugen (aktiv). Meistens natürlich unbewusst.

 

Die Frage ist also: Was läuft da ab in uns? Was genau TUN wir, damit wir uns gut fühlen oder schlecht?

Und: Was hat unser Unterbewusstsein damit zu tun?

Ereignis ohne Bedeutung - weiße Leinwand

 

Für die Erläuterung möchte ich eine Metapher mit dir teilen, welche ich vor einiger Zeit auf einem Seminar gelernt habe und die ich inzwischen etwas erweitert habe.

 

Stell dir vor, ALLES, was andere Menschen zu dir sagen oder was dir im Außen passiert ( = passiv), ist eine weiße Leinwand. Es ist zunächst ein Ereignis ohne Bedeutung.

 

Zwischen unseren Ohren sitzt ein Diaprojektor. In diesem Diaprojektor sitzt unser Unterbewusstsein mit all den Programmierungen, Glaubenssätzen und unbewussten Mustern.

 

Innerhalb kürzester Zeit wirft dieser Diaprojektor ein Bild auf die weiße Leinwand. Das ist der Moment, in dem wir das Ereignis oder die Aussage eines anderen Menschen bewerten! Aufgrund deiner Bewertung entsteht ein entsprechendes Gefühl in dir und das Gefühl wiederum bestimmt deine REAKTION auf dieses Ereigbnis ( = aktiv). Dein Gefühl bestimmt also, WIE du auf das Ereignis ANTWORTEST.

 

Merke: Ereignis + Bewertung + Gefühl(e) = deine Reaktion/Antwort

 

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Aktuell arbeite ich mit einer Frau, Ende 40, wegen ihrer sozialen Phobie. Unter anderem geht es darum, dass sie sich durch die Aussagen ihrer Arbeitskollegen schnell sehr schlecht fühlt. Ich fragte nach einem Beispiel. Was müssen ihre Arbeitskollegen sagen, damit es ihr schlecht geht?

 

Kürzlich habe eine Arbeitskollegin folgenden Satz zu ihr gesagt: „Du warst heute aber so ruhig.“

 

Nehmen wir diesen Satz zur Veranschaulichung der weißen Leinwand. Es handelt sich hierbei um einen Aussagesatz; eine Feststellung, nichts weiter. Dieser Satz war die weiße Leinwand für meine Klientin; zunächst also ein Ereignis ohne Bedeutung.

 

Ihr Diaprojektor jedoch warf folgendes Bild auf die Leinwand: „Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?“

 

Und dieses Bild sorgte dafür, dass sie sich schuldig fühlte und sich schämte, gleichzeitig war sie wütend. Sie begann, sich zu rechtfertigen und zu entschuldigen (= ihre Reaktion auf das Ereignis).

 

In 3 Schritten zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit:

  1. Schritt: Mache dir diesen Vorgang bewusst! Mache dir bewusst, dass ALLES, was dir im Außen begegnet, zunächst eine weiße Leinwand ist. EIN EREIGNIS OHNE BEDEUTUNG. (Wenn ich hier ALLES sage, so spreche von unserem „normalen“ Alltag; traumatische Schicksalsschläge sind hier nicht gemeint.)

  2. Schritt: Mache dir bewusst, welches Bild dein Diaprojektor auf die Leinwand wirft. Frage dich: WIE BEWERTE ICH DIESES EREIGNIS?
  3. Schritt ( =Lösung): Tausche das Bild aus, welches dein Diaprojektor auf die Leinwand wirft. Sprich: VERÄNDERE DEINE BEWERTUNG!
Eisbergmodell

Sobald es dir gelingt, deine Bewertung zu verändern, verändert sich automatisch deine Antwort, deine Reaktion auf das Erlebte.

 

Klingt logisch? Ist auch so! 😉

 

Diese Metapher ist wie eine Fitnessübung: Je häufiger du trainierst, desto kräftiger wird dein Muskel! Je häufiger du mit dieser Übung arbeitest, desto gelassener wirst du im Laufe der Zeit.

 

Übrigens: Diese Metapher ist außerdem ein wunderbares Hilfsmittel, denn sie sorgt ganz nebenbei dafür, dass du längst nicht mehr auf alles reagierst.

 

Der dritte Schritt ist natürlich der kniffligste, denn es gibt Gründe in deinem Unterbewusstsein, warum du ein Ereignis auf eine bestimmte Art und Weise bewertest. Und es gibt unterbewusste Gründe, warum du beispielsweise glaubst, auf alles um dich herum reagieren zu müssen; warum du ständig das Gefühl hast, dich rechtfertigen zu müssen.

 

Letztlich triggern aktuelle Ereignisse oder Personen alte emotionale Wunden aus deiner Kindheit an oder solche, die du von deinen Vorfahren übernommen hast.

 

Aber keine Sorge: Hilfe ist nah 😉, denn das Biologische Dekodieren und damit das Auflösen von destruktiven Programmierungen in deinem Unterbewusstsein, ist hierfür natürlich ein grenzgeniales Werkzeug!! 😊