Die Sehnsucht nach der schönen Kindheit

Viele Kindheiten fanden auf den emotionalen Trümmern der Eltern statt.

Immer wieder stellt sich in meiner Arbeit mit Klienten als unterbewusste Ursache für körperliche oder psychische Beschwerden tief sitzender Groll und Wut auf die eigenen Eltern heraus.

Es sind Menschen, die ihren Vater als cholerisch, unberechenbar, häufig alkoholisiert erlebt haben und die ihre Mutter als kalt, distanziert und egoistisch beschreiben.

Wir sprechen hier von Menschen, die zwischen den 1950er und 1980er Jahren geboren sind. Es sind also die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration.

Ihre Väter waren an der Front und kehrten nach Kriegsende und Gefangenschaft als schwer traumatisierte Männer nach Hause zurück.

Sie haben Dinge ertragen müssen, für die es zu Hause keinen Platz zum Erzählen gab – man musste weiter funktionieren und Deutschland wieder aufbauen, die Wirtschaft an’s Laufen bringen!

Es war kein Platz für Traurigkeit und es war auch nicht die Zeit der Psychotherapien, mit deren Hilfe man dies hätte aufarbeiten können.

Also wurde geschwiegen - jahrelang. Und irgendwann häufig der Kummer im Alkohol zu ertränken versucht.

 

Wir sprechen also von Kindheiten, die auf den emotionalen Trümmern der Eltern stattfanden.

 

Bei Akzeptanz geht es nicht darum, die eigene, als traumatisch Kindheit plötzlich gut zu finden.

 

Es geht darum, zu akzeptieren, dass es so war, wie es war und zu verstehen, warum die eigenen Eltern nur so handeln konnten, wie sie gehandelt haben.

Mit deiner Akzeptanz nimmst du das Drama aus deiner Geschichte.

Es geht darum, endlich damit aufzuhören, sich eine bessere Kindheit zu wünschen!

Du kannst nicht rückgängig machen, was dir im Leben passiert ist. Aber du kannst hier und heute entscheiden, ob es weiterhin dein Leben beeinflussen soll.

Wir können die Zeit nicht zurück drehen und uns eine bessere Kindheit erschaffen.

 

Wir können nur unsere Bewertung, die wir dem geben, was wir erlebt haben, verändern.

 

Wenn das gelingt, verschwinden auch Wut und Groll gegenüber Vater oder Mutter.

Jahrzehnte später immer noch Groll gegen jemanden zu hegen wegen etwas, was jemand dir vor langer Zeit angetan hat ist, als ob du Gift trinkst und hoffst, dass der andere stirbt.

Mit jahrelang gehegtem Groll und Wut vergiftest du letzten Endes dich selbst und dein Leben.

Wenn es darum geht, zu akzeptieren, was war, dann tust du das also nicht für deine Eltern – du tust es für dich.

Du hörst auf, gegen etwas zu kämpfen, was 30, 40, 50 oder mehr Jahre zurück liegt.

Du entscheidest dich dazu, aus dem Dramamodus auszusteigen, die Vergangenheit los zu lassen und dir die Macht über dein Leben, über deine Emotionen zurück zu holen.

 

Und diese Entscheidung liegt zu 100 % in deiner Verantwortung. Du kannst dich entscheiden, weiterhin im Dramamodus zu verharren oder du entscheidest dich, auszusteigen. So oder so - es ist deine Entscheidung!

Das Biologische Dekodieren kann dir helfen, auszusteigen!